Gold kommt in vielen Formen zu uns: als Kette, die niemand mehr trägt, als einzelner Ohrring, dessen Gegenstück fehlt, als Barren oder Münze aus dem Bankschließfach. Für den Materialwert spielt die Form keine Rolle. Entscheidend sind Feingehalt und Gewicht.
Wir sehen zuerst die Punze an, also den eingeschlagenen Stempel, der den Feingehalt angibt. Bei österreichischen Stücken finden sich neben den Zahlen auch die älteren Bildpunzen wie Dianakopf, Windhundkopf oder Fuchskopf. Danach wird gewogen. Aus Feingehalt, Gewicht und dem Tageskurs ergibt sich der Materialwert.
Ist keine Punze vorhanden oder unleserlich, prüfen wir das Material vor Ort. Sie sehen dabei zu. Was wir feststellen, halten wir schriftlich fest, bevor über einen Preis gesprochen wird.
Wenn mehr als Material im Stück steckt
Nicht jedes Goldstück ist nur sein Materialwert. Bei einer sauber gearbeiteten Kette, einem signierten Stück oder einer gesuchten Münze kann der Wert darüber liegen. Wir sagen Ihnen, wenn das so ist, statt nur die Waage sprechen zu lassen.
Umgekehrt gilt: Sind Steine gefasst, werden sie gesondert betrachtet. Der Materialwert des Metalls ist dann nur ein Teil der Rechnung.